Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Dienste „Mailfront“ zwischen der Asanger OÜ, Järvevana tee 9, 11314 Tallinn, Estland (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden.
(2) Kunden können Verbraucher (§ 13 BGB) und Unternehmer (§ 14 BGB) sein. Für Reseller gelten vorrangig die individuell geschlossenen Vereinbarungen; diese AGB gelten ergänzend.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Leistungen
(1) Der Anbieter stellt im Rahmen der vereinbarten Leistung insbesondere bereit:
- E-Mail-Hosting für Domains des Kunden mit Postfächern, Aliasen, Weiterleitungen und Catch-All-Adressen,
- Zugriff per IMAP und SMTP über verschlüsselte Verbindungen sowie ein Webmail im Browser,
- Spam- und Virenprüfung eingehender E-Mails,
- einen Chat für Direkt- und Gruppenunterhaltungen einschließlich der Einladung externer Personen per E-Mail (§ 7),
- ein webbasiertes Verwaltungspanel mit Prepaid-Konto, Rechnungen und Support.
(2) Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Postfächer und Aliase stehen im Rahmen einer fairen, üblichen Nutzung (Fair Use) zur Verfügung; technische Grenzen wie Speicher-, Größen- und Ratenbegrenzungen bleiben unberührt.
(3) Nachrichten werden verschlüsselt übertragen und auf Servern des Anbieters gespeichert. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist nicht Bestandteil der Leistung. Eine Zustellung oder Benachrichtigung in Echtzeit wird nicht geschuldet.
(4) Der Anbieter darf die Dienste weiterentwickeln und ändern, soweit die vertraglich geschuldeten Kernleistungen erhalten bleiben und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
§ 3 Vertragsschluss und Konto
(1) Mit dem Absenden des Registrierungsformulars gibt der Kunde ein Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrags ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter dem Kunden einen Link zur Einrichtung des Kontos per E-Mail sendet.
(2) Der Kunde hat bei Registrierung und Einrichtung vollständige und zutreffende Angaben zu machen, insbesondere seine Rechnungsanschrift, und diese aktuell zu halten.
(3) Vertragssprache ist Deutsch. Diese AGB sind jederzeit unter mailfront.biz/de/agb abrufbar und können gespeichert oder gedruckt werden.
§ 4 Kostenlose Testphase
(1) Nach der Selbstregistrierung kann der Kunde die Dienste 14 Tage kostenlos nutzen. Die Testphase beginnt mit dem Tag der Registrierung. Für die Testphase sind keine Zahlungsdaten erforderlich.
(2) Während der Testphase werden keine Domain- und keine Speichergebühren berechnet. Speichergebühren entfallen für jeden Kalendermonat, in den ein Tag der Testphase fällt.
(3) Nach Ablauf der Testphase wird der Vertrag ohne weitere Erklärung im Prepaid-Modell fortgesetzt (§ 5). Eine automatische Zahlung erfolgt nicht. Möchte der Kunde die Dienste nach der Testphase nicht weiter nutzen, entfernt er seine Domains oder kündigt nach § 6; es entstehen dann keine Kosten.
§ 5 Preise und Prepaid-Abrechnung
(1) Es gelten die Preise der Preisübersicht auf der Website. Die Standardpreise für Direktkunden betragen derzeit 1,00 € je Domain und Abrechnungsmonat sowie 0,10 € je angefangenem Gigabyte genutzten Speichers und Kalendermonat. Individuell vereinbarte Preise gehen vor; für bestehende Konten ist der im Konto angezeigte Preis maßgeblich.
(2) Alle Preise für Endkunden verstehen sich einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Preise gegenüber Resellern werden individuell als Nettopreise zuzüglich Umsatzsteuer vereinbart.
(3) Die Abrechnung erfolgt ausschließlich über ein Prepaid-Guthaben. Der Kunde lädt sein Guthaben selbst über die im Konto angebotenen Zahlungsdienste auf. Es gibt kein Abonnement, keine Lastschrift und keine automatische Aufladung.
(4) Die Domaingebühr wird je Domain zu Beginn jedes monatlichen Abrechnungszeitraums vom Guthaben abgebucht. Der erste Abrechnungszeitraum beginnt am Tag nach dem Anlegen der Domain, bei Domains aus der Testphase am ersten Tag nach der Testphase. Die Speichergebühr wird monatlich nach dem genutzten Speicher abgebucht. Rechnungen stellt der Anbieter elektronisch im Konto bereit.
(5) Reicht das Guthaben nicht aus, entsteht ein negativer Saldo, den der Kunde durch Aufladung ausgleicht. Der Anbieter kann die Dienste nach vorheriger Ankündigung in Textform und Ablauf einer angemessenen Frist von mindestens 14 Tagen einschränken, bis der Saldo ausgeglichen ist.
(6) Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens vier Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform an. Der Kunde kann den Vertrag jederzeit beenden (§ 6).
(7) Vom Anbieter gewährte Gutschriften oder Startguthaben werden nicht ausgezahlt. Vom Kunden eingezahltes, nicht verbrauchtes Guthaben wird nach Vertragsende auf Anfrage erstattet.
§ 6 Laufzeit und Beendigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit.
(2) Der Kunde kann den Vertrag jederzeit ohne Frist in Textform kündigen, zum Beispiel per E-Mail an info@mailfront.biz oder über das Support-System. Einzelne Domains kann er jederzeit im Panel entfernen.
(3) Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von vier Wochen in Textform kündigen. Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(4) Bereits abgebuchte Gebühren für einen laufenden Abrechnungszeitraum werden nicht anteilig erstattet.
(5) Nach Vertragsende werden Postfächer, E-Mails, Chats und Anhänge des Kunden nach einer Übergangsfrist von in der Regel 30 Tagen gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Der Kunde ist dafür verantwortlich, seine Daten rechtzeitig zu sichern. Externe Chatteilnehmer verlieren mit der Löschung ihren Zugang.
§ 7 Chat und externe Teilnehmer
(1) Der Chat ist Bestandteil der Leistung. Jeder Login nutzt einen eigenen, privaten Chatzugang; Unterhaltungen sind nur für ihre Teilnehmer sichtbar. Der Anbieter stellt keine Funktion zur Einsicht in fremde Chats bereit.
(2) Der Kunde kann Personen ohne eigenes Konto per E-Mail zu einer Unterhaltung einladen. Die Einladung und weitere Benachrichtigungen versendet der Anbieter über einen eigenen Plattformabsender. Externe Teilnehmer schließen keinen Vertrag mit dem Anbieter, können keine Unterhaltung selbst beginnen und können Benachrichtigungs-E-Mails abbestellen.
(3) Der Kunde lädt nur Personen ein, mit denen er in einer geschäftlichen oder sonst berechtigten Beziehung steht. Massenhafte, unerwünschte oder werbliche Einladungen sind unzulässig. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass er Inhalte – etwa beim Teilen des bisherigen Verlaufs mit neuen Teilnehmern oder beim Verknüpfen einer E-Mail – nur im Rahmen seiner Berechtigung zugänglich macht.
(4) Archivieren blendet eine Unterhaltung nur für den jeweiligen Nutzer aus. Endgültiges Löschen durch einen berechtigten Teilnehmer entfernt Nachrichten, Anhänge und Chatlinks für alle Teilnehmer dauerhaft; es kann nicht rückgängig gemacht werden. Bereits versendete Benachrichtigungs-E-Mails können nicht zurückgeholt werden.
§ 8 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde nutzt die Dienste nicht rechtswidrig und insbesondere nicht zum
- Versand von Spam, unerwünschter Werbung oder massenhaften Chat-Einladungen,
- Verbreiten von Schadsoftware oder Phishing,
- Verletzen von Rechten Dritter, etwa Urheber- oder Persönlichkeitsrechten,
- Umgehen technischer Begrenzungen oder Sicherheitsmaßnahmen.
(2) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, nutzt sichere Passwörter und informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch.
(3) Der Kunde sichert wichtige Daten regelmäßig eigenständig.
§ 9 Sperrung bei Missbrauch
Bei konkreten Anhaltspunkten für einen Verstoß gegen § 7 Abs. 3 oder § 8, insbesondere bei Spam- oder Schadsoftwareversand, kann der Anbieter betroffene Funktionen, Postfächer, Einladungen oder das Konto vorübergehend sperren, soweit dies zur Abwehr von Schäden erforderlich ist. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich und hebt die Sperre auf, sobald der Grund entfallen ist.
§ 10 Verfügbarkeit und Wartung
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Dienste. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart ist. Geplante Wartungen werden nach Möglichkeit vorab angekündigt und in nutzungsarme Zeiten gelegt.
§ 11 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
(3) Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand begrenzt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 12 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach der Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter Inhalte in Postfächern und Chats im Auftrag eines Unternehmers verarbeitet, schließen die Parteien auf Anfrage einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
§ 13 Änderungen dieser AGB
Änderungen dieser AGB teilt der Anbieter mindestens vier Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist oder nutzt er die Dienste danach weiter, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung hin. Der Kunde kann den Vertrag jederzeit beenden (§ 6).
§ 14 Widerrufsbelehrung für Verbraucher
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Asanger OÜ, Järvevana tee 9, 11314 Tallinn, Estland, E-Mail: info@mailfront.biz) mittels einer eindeutigen Erklärung (zum Beispiel eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das unten stehende Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht. Leistungen während der kostenlosen Testphase werden nicht berechnet.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
- An Asanger OÜ, Järvevana tee 9, 11314 Tallinn, Estland, E-Mail: info@mailfront.biz:
- Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung: Mailfront-Konto
- Bestellt am (*)
- Name des/der Verbraucher(s)
- Anschrift des/der Verbraucher(s)
- E-Mail-Adresse des Kontos
- Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 15 Streitbeilegung
Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
§ 16 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz durch zwingende Bestimmungen des Staates entzogen wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: 11. Oktober 2026